Obdachlosigkeit im Sommer

Obdachlosigkeit scheint nur ein Problem im Winter zu sein. So hat man manchmal das Bild. Doch jede Jahreszeit hat seine eigenen Herausforderungen und bringt Probleme mit sich.

Wir möchten euch heute einige davon zeigen, sicherlich nicht alle, die es gibt. Gern könnt ihr aus eurer Erfahrung mehr ergänzen. Wir geben euch auch Quellen an, um unseren Artikel nachvollziehen zu können.

Im Winter gibt es einige Notschlafstellen, auch nicht genug, aber in vielen Städten mehr als im Sommer. Viele Notunterkünfte beginnen ihre Arbeit und öffnen ihre Türen im Herbst und schließen im Frühling. Nur einige bleiben ganzjährig geöffnet, oftmals viel zu wenig für die Anzahl der Obdachlosen.
Damit ist eine Möglichkeit genommen Essen und Trinken zu bekommen oder falls das Wetter auch im Sommer nicht schön ist einen trockenen Schlafplatz für die Nacht zu finden. Zum anderen wird dadurch der Tagesrhythmus verloren, der so aufgebaut wurde.
Die Notunterkünfte, die im Sommer geöffnet sind, sind meist noch schneller besetzt als im Winter. Außerdem ist die medizinische Versorgung für Obdachlose ebenfalls schlechter. Menschen, die täglich Medikamente o.ä. brauchen, haben oft große Not diese zu erhalten.

Das ist ein Problem, ein weiteres ist allerdings auch das Trinken. Wir kennen es selbst alle, man muss sich oft ermahnen an den warmen Tagen genug zu trinken, vor allem genug Wasser zu trinken.
Das ist oft für Obdachlose nur schwer möglich. Wie oben erwähnt, ist es nicht immer und überall möglich in einer Notunterkunft etwas zu erhalten. Dazu kommt erschwerend, dass einige Obdachlose das „falsche“ trinken, viele auch Alkohol, was in den heißen Tagen eher kontraproduktiv ist.

Das sind die offensichtlichen Probleme, die es im Sommer gibt. Aber auch der Irrtum, dass Obdachlose im Sommer weniger hilfsbedürftig wären, macht es nicht einfach. Unter Umständen wird kein Geld gegeben oder Essen gebracht. Dazu muss jeder seine eigene Position finden, ob man es gut findet oder nicht.

Es gibt einige Anlaufstellen, die im Sommer trotzdem offen haben. Beispielweise die Berliner Bahnhofsmission am Zoo, die Notübernachtung in der Franklinstraße, die medizinische Obdachlosenpraxis von Jenny de la Torre in der Pflugstraße in Berlin- Mitte, sowie das Café Patchwork in Siegen. Habt ihr weitere Hinweise? Dann gern her damit.

Denkt auch immer daran, im Sommer nehmen diese Stellen auch gern Spenden an. Schaut dabei am Besten auf die entsprechenden Seiten oder nehmt Kontakt auf per Mail oder Telefon.

Quellen:

Warum Obdachlose im Sommer oft schutzlos sind
TAZ
Obdachlose brauchen auch im Sommer Hilfe

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